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Die Geschichte

Gelegen an der Landstraße Przemyśl - Sanok, in der Nähe einer alten Furt durch den Fluss San, gehört das Schloss in Krasiczyn zu den schönsten Denkmälern der polnischen Renaissance. Mit seiner Errichtung begann 1580 Stanislaw Krasicki, ein Nachfahre des Ende des 15. Jahrhunderts hierher gezogenen niederen Adels aus Masowien mit Familienwappen Rogala. Sein jüngerer Sohn, Marcin, führte sie 1631 zu Ende. Marcin Krasicki, damals einer der bedeutensten Mäzene der Kunst in Polen, ließ die schroffe Verteidigungsburg, die von seinem Vater errichtet worden war, in eine prächtige, herrschaftliche Residenz umwandeln. Nach seinem Namen, Stanislaw Krasicki, benannte er das Schloss: Krasiczyn. Diese Bezeichnung nahm auch das neben dem Schloss entstehende Städtchen an.

Das Schloss behielt trotz zahlreicher Brände und Kriege fast unverändert die Silhouette, die es Anfang des 17. Jahrhunderts bekam. Es ist in Form eines Vierecks gebaut, dessen Seiten sich nach den vier Himmelsrichtungen orientieren. An den Eckteilen befinden sich vier zylinderförmige Basteien: Gottesbastei, Papstbastei, Königsbastei und Bastei des niederen Adels. Der rechteckige geräumige Innenhof ist vom Norden und Osten her von Wohnflügeln umgeben, vom Süden und Westen umrahmen ihn Vorhangmauern, die von einer schönen durchbrochenen Attika überkrönt sind. In der Mitte des Westflügels befindet sich das Vortor mit dem eigentlichen Eingangstor und einem quadratischen Turm mit Uhr. Von der damaligen Stadt kommend, führte der Weg ehemals über eine Zugbrücke, später über eine Steinbrücke zum Westflügel des Schlosses.

Eins der wertvollsten architektonischen Elemente des Schlosses ist die in der Gottesbastei gelegene Kapelle, die mit der Sigismundkapelle auf dem Schloss Wawel in Krakow verglichen wird. Bemerkenswert sind auch reich geschnitzte Portale, Loggien, Arkaden und einzigartige Wanddekorationen, die sog. Sgraffiti (deren Gesamtfläche auf ca. 7000 m2 geschätzt wird).Die Bauarbeiten wurden unter Anleitung von italienischen Architekten ausgeführt; Schmuck- sowie Dekorationsarbeiten leisteten Künstler aus Przemyśl.Von der Bedeutung und dem Glanz des Schlosses in der Vergangenheit zeugt die Tatsache, dass hier polnische Könige: Sigismund III Wasa, Wladyslaw IV, Jan Kasimir und August II zu Gast waren.Nachdem die Familie Krasicki ohne Nachkommen augestorben war, erbten folgende Geschlechter der Reihe nach das Schloss sowie die dazu gehörenden Ländereien: Modrzewski, Wojakowski, Tarło, Potocki, Piniński. Den letzteren kaufte sie im Jahre1835 Fürst Leon Sapieha ab. Das Geschlecht der Sapieha, die Krasiczyn bis 1944 besaß, trug bedeutend zu dessen Entwicklung bei. Die Sapiehas ließen das Schloss instandsetzen, gründeten Sägewerk, Brauerei sowie eine Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen. Auch waren sie auf dem Gebiet des wirtschaftlichen sowie sozialen Lebens der Region aktiv tätig.

Nach der Übernahme des Schlosses und der Ländereien durch den Staat nach dem 2. Weltkrieg fand hier die Berufs-Oberschule für Forstwirtschaft ihren Sitz und in den 70-er Jahren übernahm die Autofabrik FSO in Warschau die Schirmherrschaft über das Objekt.

Im Jahre 1996, im Rahmen des Liquidierungsprozesses der FSO, wurde das Ensemble Schloss und Park in Krasiczyn von der Agentur für Industrie-Entwicklung A.G. in Warschau übernommen. Die durch die Agentur durchgeführten Renovierungs-, Bau- sowie Restaurierungsarbeiten ermöglichten, im Schloss- und Parkensemble Krasiczyn eine moderne Basis für Touristik, Hotelwesen sowie Gastronomie zu schaffen.